Dieser Artikel ist Teil unserer Serie „10 gute Gründe für KCS“. Den Originalartikel und Überblick über alle Themen finden Sie –> hier.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der Sie nur einen, höchstens zwei Schritte brauchten, um ein Problem zu lösen? In der echte Probleme noch alleine und ohne die Hilfe von Anleitungen oder Google gelöst werden konnten…? Ich mich auch nicht. Die meisten Probleme waren schon immer deshalb ein Problem, weil sie eben ein komplexes Problem waren. Und trotzdem scheint alles nur noch komplexer zu werden und wir wünschen uns eine Zeit zurück, in der ein komplexes Problem ein bisschen weniger komplex war…

Immer wenn ich an Problemlösung denke, denke ich an die alten Radiospieler, die man mitnehmen konnte. Wenn dort kein Ton raus kam, konnte das ein paar Ursachen haben: Batterie leer, Strom nicht angeschlossen, Sender nicht eingestellt, FM statt AM eingestellt, falscher Platz mit schlechtem Empfang oder (der Klassiker) der Ton war aus.  Und jedes mal wenn es daran lag, dass jemand den Ton zuvor ausgestellt hatte, haben wir am längsten nach einer Lösung gesucht. Und der Vorschlag, dass es der Ton sein könnte kam zuverlässig von jemandem der a) eben erst dazu kam und b) dem es komplett egal war, ob das Radio lief oder nicht.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Jedes Mal, wenn ich die Lösung zu einem Problem finde, indem ein anderer sein Wissen mit mir teilt, denke ich an den Radiospieler. Wie ich vor diesem Stück Technik stand, das ich nicht verstand, das mich vor ein komplexes Problem stellte, dass ich nicht einfach mit einem Knopfdruck lösen konnte. Und wie jemand fragte: „Hast du es mal mit dem Lautstärkeregler versucht?“ Dieses unvoreingenommene Teilen, ein Abgleichen unserer mentalen Checklisten, auf den gleichen Wissensstand kommen. Ein komplexes Problem durch Kommunikation einfach machen – geht das vielleicht nach Rezept?

Auch ein komplexes Problem hat eine Lösung

Die Zutaten sind denkbar einfach: Sie brauchen ein Problem zum Lösen. Sie brauchen mehr als eine Person, die sich des Problems annimmt. Sie brauchen ein Medium, in dem Sie Wissen zusammentragen können. Und Sie müssen dieses Wissen strukturieren. Beim Radiospieler also zwei Leute, die die Medien Sprache und Kurzzeitgedächtnis nutzen. Und der Abgleich: „Hast du schon X versucht?“

Für Ihre Arbeit können Sie sich an dieser Struktur orientieren, Sie sollten aber zwei Aspekte bedenken. Zum einen sollten die Medien für das Wissen sammeln klar formuliert sein. Wenn die Kollegen sich jedes Mal neu überlegen, wie sie ein komplexes Problem angehen, wird es unübersichtlich. Und bedenken Sie die Firmengröße dabei. Bei 10 Mann im Betrieb kann man noch jeden fragen, ob er eine Idee hat, aber ab zwanzig wird es schon schwierig. Zum anderen müssen die Räume aktiv vom Management gefördert werden. Wenn die Mitarbeiter Kollaboration aus Eigeninitiative betreiben sollen, müssen die sich die Zeit dafür aus den Rippen schneiden.

Kann KCS das denn?

Wahrscheinlich hätten wir es nicht auf diese Website gestellt wenn nicht. Tatsächlich ist das wichtigste Ziel der KCS-Methode, genau dieses Kollaborationsmedium zu sein, unabhängig davon wie groß das Unternehmen ist. Denn wie bereits erwähnt ist es nicht einfach, mit hundert Leuten gleichzeitig effektiv zu kollaborieren. Aber genau das ist leider nötig, wenn der Service-Ausfall am Produkt-Code, an einem Materialfehler, an einer falschen Einstellung oder an einer fehlerhaften Web-Darstellung liegen kann. Wenn jede Abteilung die mit der Lösung sein kann, müssen alle an dem Problem kollaborieren. Denn umso schneller löst sich das komplexe Problem in einem „das kennen wir!“ auf, je effektiver Sie kollaborieren können.

Die Moral von der Geschichte

Dass wir immer mehr in einem Produkt integrieren, macht schlussendlich nur die Anwendung leichter. Wenn in all den verqueren Integrationen ein Fehler auftaucht, wird es dann umso kritischer. Insbesondere in der häufigen Just-in-Time-Produktion hat es fatale Folgen, wenn die Lösung eines komplexen Problems zu lange dauert. Organisieren Sie Ihr Unternehmenswissen also rechtzeitig, bevor ein komplexes Problem Sie dazu zwingt. Wer damals unnötig den Radiospieler aufgeschraubt hat, hat im schlimmsten Fall hundert Mark verloren. Bei Ihrem Geschäft wollen Sie diese Wette lieber nicht eingehen.

Wer rausfinden möchte, ob und wie sehr sich KCS für Ihn lohnen könnte, kann sich gerne einem Assessment unterziehen! Fragen Sie hier einen Workshop an, oder versuchen Sie es im ersten Schritt selbst mithilfe unseres Whitepapers.