Triangu-… was? Wenn Sie Dreiecke noch mit Geometrie zu Schulzeiten verbinden, sollten wir das schleunigst ändern. Triangulation ist nämlich nicht nur eine Methode zur Leistungsbeurteilung. Triangulation ist wahrscheinlich die sinnvollste Art der Leistungsbeurteilung.

Haben Sie sich mal einen Film mit Seefahrern angeguckt? Zumindest kennen Sie sicher Fluch der Karibik. Eine Szene gibt es in jedem Film, der etwas mit alter Seefahrt zu tun hat. Die Szene am Kartentisch. Jemand markiert Intervalle mit einem Stechzirkel. Daneben liegt ein Kompass und vielleicht guckt jemand durch einen Sextanten. Wirkt urig, ziemlich undurchsichtig und am Ende sagt jemand punktgenau einen Kurs voraus. Was hat das jetzt aber mit Triangulation zu tun?

Ganz einfach: es ist Triangulation. Wenn Sie sich damals auf offener See befunden haben, konnten Sie nicht sicher sagen, wo sie sind. Irgendwo auf dem Meer halt. Sie sind auf jeden Fall nicht an der Küste aber dafür unter den Sternen am Himmel. Das hilft Ihnen aber nicht, dem Weg nach Hause zu finden.

Wer damals in Geometrie aufgepasst hat, weiß, dass man Koordinaten berechnen kann, wenn man ein paar Werte kennt. Wenn Sie beispielsweise den Winkel von Ihnen zum Polarstern kennen und die Geschwindigkeit, mit der Sie gefahren sind, können Sie aus dem Unterschied zu gestern ihre Position ableiten. Wenn Sie wissen, wie diese Daten an Ihrem Zielort aussehen, wissen Sie sogar, wie weit Sie noch davon entfernt sind. Sie bringen drei Messwerte in einen Zusammenhang. Triangulation.

Triangulation ist der notwendige Perspektivwechsel im Geschäftsalltag

Warum ist Triangulation also auch im Business-Alltag so genial? Weil Sie sich im Endeffekt auch auf offener See befinden. Sie fahren vielleicht schneller oder langsamer als andere Schiffe. Vielleicht haben Sie einen ähnlichen Kurs. Aber ob auf diesem Kurs wirklich „Land in Sicht ist“ wissen Sie leider erst am Ende.

Es sei denn, Sie triangulieren. Dann haben Sie statt einer Marschrichtung – einem Kurs – auch andere Orientierungspunkte. Anhand dieser können Sie den Kurs so anpassen, dass Sie auch wirklich bei Ihrem Ziel ankommen.

Nehmen wir als Beispiel einen Verkäufer. Sie können Ihm den Kurs geben, möglichst vielen Kunden ein bestimmtes Produkt vorzustellen. Wenn es also jedem Kunden vorstellt, folgt er definitiv dem Kurs. Sie werden aber vielleicht bekannt als der Laden mit dem nervigen Verkäufer. Dem, der immer was aufschwatzen muss. Manche Kunden kommen nicht mehr, manche verkürzen Ihre Zeit in dem Laden drastisch… alles nicht das eigentliche Ziel oder?

Eigentlich wollen Sie mehr Produkte verkaufen und mehr Kunden gewinnen. Das Produkt vorzustellen, war definitiv eine gute Maßnahme. Es gab aber keine Orientierungspunkte, wann es einfach genug war. Sie wollen für das Erfüllen eines Ziels nicht alle anderen aufopfern müssen. Sie suchen einen ausgewogenen Mittelweg.

Der richtige Mix aus unterschiedlichen Kennzahlen macht’s

Genau das fordert Triangulation. Dass Sie ihre Unternehmensziele definieren. Und bei der Auswertung eines Ziels die anderen beiden im Blick behalten. Stagnation ist meistens nicht gut, aber wenn Sie dadurch grandioses Wachstum in Ihren anderen Zielen erreichen konnten? Dann war es das wert.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern diese Orientierungspunkte mit und behalten Sie sie selbst im Kopf. Vergessen Sie die indirekten Gewinne für andere Ziele nicht aus den Augen. Das hält Ihre Mitarbeiter auch an, sich an den größeren Strategiezielen zu beteiligen.

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