Wie lange ist eigentlich Ihre letzte Teambuilding-Übung her? Und was genau haben Sie dabei gemacht? Ein Frage-Antwort-Spiel? Mussten Sie draußen eine sportliche Aufgabe bewältigen? Oder haben Sie einen Workshop zum Thema Kommunikation abgehalten? Egal was Sie gemacht haben, wirklich spannend ist doch eigentlich die Frage: Wie hat es sich in den Arbeitsalltag übertragen?

Wahrscheinlich gucken Sie an dieser Stelle amüsiert, weil Sie sich das schon gefragt haben, als Ihnen die Teambuilding-Übung vorgestellt wurde. Was soll uns das jetzt bringen? Während viele Übungen uns hervorragend vor Augen führen, dass eine Gruppe effektiv kommunizieren muss, um Herausforderungen zu bestehen, bleibt dabei das „Wie?“ viel zu oft auf der Strecke. Im Arbeitsalltag stehen schließlich nicht alle gleichzeitig um ein Problem herum und lösen es gemeinsam. Jeder hat seine eigenen Aufgaben zu bewältigen. Und schafft das jeweils auch wirklich gut. Die wichtigste Frage bleibt dabei ungelöst: Wie schaffen wir uns Kollaborationsräume?

Nicht jeder Raum ist ein guter Kollaborationsraum, sowie nicht jeder Raum gleich ein Büro ist. Sonst hätten Sie für die Teambuilding-Übung auch nicht draußen auf einen Baum klettern müssen. Sie hätten auch einfach auf Ihren Schreibtisch klettern können. Außerdem war bei der Übung klar, dass alle teilnehmen und partizipieren sollten. Brauchen Sie im Alltag aber wirklich immer die ganze Mannschaft? Klar kann eine gute Idee von überall herkommen, aber muss dafür jeder auf Abruf stehen? Klingt nicht sonderlich effizient, wenn Sie mich fragen.

Welche echten Alternativen gibt es?

Mit der aktuellen Technik sollte das eigentlich kein Problem mehr darstellen. Erstellen Sie doch zum Beispiel einen Themenchat in Ihrem Kommunikationsprogramm. Einen Slack-Channel um Unterstützung anzufragen, kann von allen mit guten Ideen eingesehen werden. Und wer etwas beizutragen hat, kann antworten. Wer nichts beizutragen hat, hätte bei dem Thema eh nur seine Zeit verschwendet.

Auch die alte Verteiler-Mail muss nicht ausgedient haben. Gerne in die Untiefen eines separaten Postfach-Ordners verbannt, fällt sie Kollegen vielleicht nicht ganz so häufig in die Augen. Allerdings könnte man hier doch eine einfache Regel aufstellen: jede Stunde wird einmal in die Frage-Mails geguckt, ob man weiterhelfen kann.

Kollaboration als Teambuilding-Maßnahme

Bei unseren Kunden arbeiten wir oft mit Work-In-Progress-Artikeln, also Einträgen, die noch nicht vollständig gelöst sind, das Problem aber schon verständlich umreißen. Diese Einträge können simultan bearbeitet werden. Es können also mehrere Kollegen gleichzeitig Ihren Lösungsinput einbringen, ohne Ihren eigenen Arbeitsablauf unterbrechen zu müssen. Da Work-In-Progress-Artikel in einem KCS-Umfeld auch über die „Search early, search often“-Policy automatisch auch bei anderen Kollegen auftauchen, arbeiten zudem nicht zwei Leute unabhängig voneinander an demselben Problem. Sie werden stattdessen direkt miteinander über den Artikel verbunden. Das Teamgefühl, das sich hier einstellt, trägt sicher mehr zum Teambuilding bei, als eine Vertrauensübung mit Augenbinde.

Unabhängig davon muss nicht jeder Kollaborationsraum immer digital sein. Ich habe mit Kollegen auch gute Erfahrungen bei festgeschriebenen Stand-Up-Meetings und regelmäßig terminierten Konferenzanrufen gemacht.

Der Schlüssel zu einem guten Kollaborationsraum ist, dass man ihm nicht aus dem Weg gehen kann. Zu oft habe ich Kollegen erlebt, die Zusammenarbeit zu einem Thema nicht für nötig hielten. Am Ende bekamen sie aber den besten Input durch Ihre Kollegen.

Stellen Sie also auch immer mal Ihre Kollaborationsräume auf den Prüfstand: Erreichen Sie alle? Ist es einfach, Zugang zu Unterstützung zu bekommen? Beteiligen sich alle? Mit wenigen Änderungen ist oft schon viel getan.

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