Wer A sagt muss auch B sagen – wer flexible Mitarbeiter will, muss auch remote sagen. Dass örtliche Flexibilität in der Wissensarbeit Überlebensfähigkeit sichert, ist nicht erst seit Corona bekannt. Heimarbeit ist und bleibt einer der gefragtesten Benefits unter Mitarbeitern, und zwar nicht nur unter Eltern, sondern auch unter hoch flexiblen Fach- und Führungskräften, die teils lange Pendelstrecken auf sich nehmen.

Obwohl Cloud-Lösungen allgegenwärtig sind und das papierlose Büro und Clean Desks der neue Standard sind, bin ich in meiner Arbeit als Personaldienstleisterin immer wieder Firmen begegnet, die sich einfach nicht vorstellen konnten, mehr als einen Tag Homeoffice im Monat zu bewilligen. „Oder in Härtefällen“. Dahinter stecken fast immer diese Top 5 der Remote-Sorgen:

  • Der Teamzusammenhalt bröckelt
  • Man kriegt nicht genug von der Arbeit der Kollegen mit
  • Die Leistung ist nicht mehr nachzuvollziehen
  • Die Führung ist nicht darauf ausgelegt
  • Es ist einfach nicht etabliert

Wer sich jetzt einfach hinter diesen Sorgen versteckt, hat nicht nur in Epidemie-Zeiten schwer zu kämpfen, auch der künftige War for Talents wird damit nicht mehr zu gewinnen sein. Deshalb heute kurz und knapp: In 5 Schritten zu Remote

Schritt 1: Grundregeln klären

Wo wird kommuniziert? Was wird kommuniziert? Wie wird kommuniziert? Wann wird kommuniziert? Wenn Sie diese 4 Punkte festgelegt haben, haben Sie den härtesten Teil fast schon geschafft. Ihnen stehen dabei alle Möglichkeiten offen, wichtig ist, dass es zu Ihrem Team passt.

Wenn wir mit unseren Kunden im KCS-Rahmen arbeiten, bilden wir diese Grundregeln immer über eine Wissensbasis, also ein Online-Tool zur Wissenserfassung, ab. Die wird, unabhängig von der Aufgabe als erstes durchsucht, um zu sehen, was die Kollegen zu diesem Thema schon erarbeitet haben, und um die eigenen Ergebnisse ergänzt. Mit einem einheitlichen Dokumentationsstandard ist das schnell gemacht und was die Kollegen machen ist immer präsent, ob man im Büro sitzt oder nicht.

Schritt 2: Handwerkszeug prüfen

Wir wissen, wie wir künftig auch remote zusammenarbeiten wollen. Jetzt folgt die Bestandsaufnahme: haben wir alles, was wir dafür benötigen? Überraschenderweise ist die Antwort hierauf fast immer: ja! Viele Unternehmen sind längst mit Laptop statt Stand-PC ausgestattet und nutzen Cloud-Lösungen. Optimal wäre jetzt noch eine Lösung, an der die Kollegen simultan arbeiten können, also zeitgleich denselben Eintrag bearbeiten können. So entsteht Kollaboration!

Schritt 3: Remote Machen!

Eine remote-fähige Arbeitsweise ist vor allem auch eins: eine gute vor-Ort-Arbeitsweise. Tatsächlich sollte sich die Arbeitsweise remote am besten genauso anfühlen, wie im Büro auch. Starten sie den Pilot also gerne in Präsenz und geben sich ein wenig Zeit, sich an die neuen Methoden zu gewöhnen. Aber kommen Sie ins Machen!

Schritt 4: Nachfassen

Auch remote möchten Ihre Mitarbeiter Feedback und Sie wollen ja auch einen Überblick über deren Leistung. Werfen Sie als Führungskraft dabei vor allem einen Blick auf die Umsetzung der abgesprochenen Methodik. Wird der Kollege im Chat sichtbar? Sind seine Ergebnisse gut auffindbar abgelegt? Müssen wir den Prozess an ein paar Stellen anpassen? Stichproben, die Sie mit dem Teamdurchschnitt vergleichen, reichen völlig aus. So sehen Sie auch, wo der Prozess für alle Beteiligten funktioniert und wo Sie nachbessern müssen.

Unsere Kunden nutzen dafür z.B. den Article Quality Index (AQI) und die Process Integration Indicators (PII), um Kollegen ihre individuelle Leistung zu spiegeln und das grundlegende Zusammenarbeiten zu evaluieren.

Schritt 5: Dranbleiben

Genauso, wie Sie ihre Präsenzarbeit immer optimiert haben, sollten Sie das auch mit ihrem remote-fähigen Arbeiten tun. Gerade am Anfang ruckelt es häufig noch, aber das tut es bei Änderungen vor Ort auch. Bleiben Sie dran und ermutigen Sie ihre remote-erprobten Mitarbeiter anderen Kollegen als Coach beizustehen und Sie haben im Nu eine Teamarbeit, der auch Social Distancing nichts mehr anhaben kann.

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