Es gibt ein paar Statistiken, die gehen jährlich um. Eine davon: die 100 Wege wie unsere Chefs uns krank machen, insbesondere unsere Psyche. Die Zahlen sind nicht von der Hand zu weisen, aber die Frage muss erlaubt sein: muss jeder Chef auch direkt Psychiater sein? Hat er nicht schon genug zu tun zwischen strategischer Planung, Mitarbeiterentwicklung, Reporting und operativem Business? Schöner wäre es dann doch, ein paar handliche Kniffe zu kennen, die es ein bissche einfacher machen mit der Psyche der Mitarbeiter zu harmonieren.
Die Psyche sind erstmal alle geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale einer Person. Das sind an dieser Stelle sehr gute Nachrichten. Es geht also bei der Psyche der Mitarbeiter gar nicht um mögliche Erkrankungen und Komplexe, es geht erstmal nur darum, nicht aktiv gegen die Persönlichkeit und Eigenschaften unserer Kollegen zu arbeiten. Das klingt doch schonmal wesentlich machbarer, oder?
Dann schauen wir uns genauer an, was es heißt mit unterschiedlichen Charakteren zusammenzuarbeiten. Keine Psyche gleicht der anderen, da liegt die Krux, aber Chefs die sich anderer Charaktereigenschaften bewusst sind, sind schon einen guten Schritt weiter als der ganze Rest. Als Übung können Sie mal folgendes versuchen: suchen Sie sich eine Charaktereigenschaft aus. Wenn Sie selbst diese Charaktereigenschaft haben, finden sie 3 Wege wie sie ihr Verhalten und Empfinden positiv beeinflusst, und dann 3, die sie negativ beeinflussen. Ein aufgeschlossener Mensch profitiert zum Beispiel in dem er regelmäßig neue Impulse findet. Sein Nachteil ist aber, dass er sich manchmal vor lauter probieren gar nicht auf das besinnt, was eigentlich bekannterweise das Beste für ihn ist.
Mit den eigenen Charaktereigenschaften fällt das noch leicht, man kennt seine Psyche ja, aber Stück für Stück sollten Sie sich an Charaktereigenschaften wagen, die so gar nicht ihrs sind. Lernen Sie eine fremde Psyche kennen und stellen Sie fest: von Stand-up-Meeting profitieren vor allem unsere extrovertierten Kollegen. Die Introvertierten könnten sich ungleich schwerer tun und vielleicht sind die Leisen gar nicht schlechter vorbereitet, sondern einfach nur sehr schüchtern. Eine solche Situation ist für die Kollegen nicht schön, sondern sehr belastend. Immerhin wissen sie, dass sie nicht den Erwartungen entsprechen, aber auch, wie schwer ihnen das fällt.
Ein guter Chef kann sich hier Optionen überlegen, die auch andere Typen Mensch ansprechen und dementsprechend die Psyche weniger belasten. Wie wäre es denn mit einem Board mit einer Notation, die notfalls selbsterklärend ist? Oder einem alternativen Format? Als Chef ist ihre vordergründige Aufgabe dafür zu sorgen, dass ihre Mitarbeiter die beste Leistung für das Unternehmen bringen können. Stecken Sie also einen Rahmen, in dem sich alle orientieren können, aber stecken sie ihn nicht so eng, dass nur ganz bestimmte Kollegen gut dadurch passen.
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