Mit großer Macht kommt große Verantwortung – ein geflügeltes Wort, das jeder von uns schonmal gehört hat. Die meisten von uns stehen wahrscheinlich dahinter, und wünschen sich hier und da ein bisschen mehr von dieser Einstellung.  Oder wie ich es oft gehört habe: erst denken, dann machen. Beruhigend, wenn dann belegt wird, dass mit der Macht auch die Reflexionsbereitschaft steigt.

In der Hinsicht macht Stefanie Neuberts Artikel schonmal Mut. Je mehr Macht eine Person in einem Unternehmen hat, desto länger reflektiert sie ihre Fehler, was ja an uns für sich schonmal eine sehr positive Sache ist. Aber auch Reflexion will geübt sein, denn der Gegenspieler von Reflexion sind Annahmen und Vorurteile. Und das ist nicht der einzige Haken, den die Studie aufgetan hat. Egal wie viel Macht eine Person hat, die beschriebene Reflexion setzt immer erst ein, wenn zuletzt ein Fehler passiert ist.

Reflexion ist schön und gut, sie gereicht uns aber nur in einem Fall zum Vorteil: wenn wir die gewonnenen Erkenntnisse dann auch anwenden. Das macht nämlich in unserer unübersichtlichen Welt den großen Unterschied: sind wir nur reaktiv unterwegs oder sind wir proaktiv unterwegs? Je mehr Macht wir haben, umso weniger können wir es uns leisten, nur reaktiv zu arbeiten. VUCA (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) sind nämlich immer das Ergebnis fehlender Informationen. Fehler zeigen auf, wo unsere Informationslage unzureichend war und uns zur falschen Annahme verleitet hat.

Reflektieren vorab hingegen erlaubt uns nicht nur eine Analyse, die eine fragwürdige Informationslage ergibt. Es versetzt uns auch in die Lage die Informationen zu identifizieren, die uns fehlen. Und Macht geht auch heute noch mit ziemlich viel Wissen einher, oder zumindest der Berechtigung, darauf zuzugreifen. Die fallen einem aber nicht in den Schoß, man muss sich schon aktiv um sie bemühen und sie aktiv in einen Kontext setzen. Das ist viel Arbeit, deshalb sprechen wir ja auch von höherer Verantwortung.

Der wahrscheinlichste Grund, warum wir uns unabhängig von unserem Macht-Level eher nach Fehlern mit Reflexion beschäftigen ist wohl, dass uns vorher die Dringlichkeit nicht bewusst ist. Die Einsätze scheinen nicht so hoch, alles wirkt wie eine sichere Nummer. Aber wie wir in diesem Blog schon so oft festgestellt haben: Sicherheit ist ein Luxus, den wir uns mit viel Informationsarbeit hart erarbeiten müssen.

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