„Jung-Manager stolpern meistens über ihre Arroganz“ – bam, das hat gesessen, Gero Brandenburg. Gerade weil es so sehr ins Schwarze trifft und weil er einen ganz grundlegenden Punkt anspricht: Die Arroganz kommt nicht von ungefähr – sie ist eine Falle, die wir Jung-Managern stellen.

Ja, richtig gelesen. Wir sind selbst schuld, wenn unsere Jung-Manager uns dann doch irgendwie enttäuschen. Die Arroganz, die sie an den Tag legen kommt nämlich nicht von ungefähr und ist unsere Quittung für ein verantwortungsloses Personalwirtschaften. Das Wort „verantwortungslos“ wähle ich hier ganz bewusst, denn es ist unser Wunsch, die Verantwortung so weit wie möglich von uns wegzuschieben, die uns überhaupt erst in diese Lage bringt. Doch zurück zum Anfang:

Wo die Arroganz herkommt

Die meisten Jung-Manager fangen gar nicht eingebildet an und von Arroganz ist erstmal keine Spur. Nur ganz viel Wille Karriere zu machen und das Verständnis, dass man dafür etwas tun muss. Denn Stellenanzeigen sind nun mal meistens öffentlich und wer Karriere machen möchte ist früh mit der Einkaufsliste entsprechender Positionen vertraut: welche Abschlüsse gewünscht sind, welche Praktika, welche Hobbies… und das wird eiskalt durchgezogen. Denn am Ende landen diese Jung-Manager aus einem einzigen Grund auf diesem Platz: sie werden von einem Unternehmen aufgrund ihrer Qualifikationen eingestellt.

Jetzt gibt es zwei haupt-Arten, sich über Führungskräfte aufzuregen: entweder sie haben keine Ahnung (fachliche Qualifikation) oder sie haben keine Erfahrung (persönliche Qualifikation). Wo wir uns einig sein können ist, dass jemand der aufgrund von einem Master, einem MBA, 2 längerfristigen Praktika in der Branche und entsprechenden Ehrenämtern fachlich eine ganze Menge mitbringt, aber eben nicht unbedingt als Person in die Rolle gewachsen ist.

Die Arroganz entsteht in dem Moment, in dem Jung-Manager vergleichen, was sie leisten mussten, um in diese Position zu kommen, mit dem, was Leute geleistet haben, die ihnen jetzt Ratschläge geben wollen. Und da muss man sagen: ein bisschen kann man nachvollziehen, dass jemand, der sich durch 12 Semester inklusive Praktika geboxt hat, fragt, was er wirklich von seinem Gegenüber lernen kann.

Arroganz entsteht durch Umstände

Liegt es jetzt also an den Kollegen, die dem Kollegen zu nahe treten? Mitnichten. Das Problem ist viel mehr, dass jemand mit der gewünschten Bescheidenheit überhaupt nicht angestellt würde, sondern schon im Erstgespräch rausfliegen würde. Wenn wir nur die Top-Überflieger suchen und sagen, wir akzeptieren nichts darunter, dann ist die Einstellung die Bestätigung: ich bin der/die Beste. ich wurde ausgewählt, weil meine Leistungen herausragend sind, und weil mein Werdegang gewürdigt wird.

Würden wir effektiv auch mal im Mittelfeld suchen, würde sich die ganze Thematik sofort verlangsamen. Aber dafür müssten wir die Verantwortung für das Anlernen übernehmen, anstatt einfach Ratschläge zu werfen und dann fein raus zu sein. Und so lange werden wir wohl mit der Arroganz von Jung-Managern leben müssen.

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