Wie haben Sie es eigentlich hierhin geschafft? Was hat Ihr Unternehmen bis hier hin wachsen lassen? Vielleicht würden Sie Ausdauer sagen, Herzblut. Die Mitarbeiter, alle, die an Sie geglaubt haben. Wären Sie direkt auf das Wort „Anpassungsfähigkeit“ gekommen? Sie würden sicher nicht verneinen, anpassungsfähig zu sein, aber wahrscheinlich wäre es wenn eher ein Nachgedanke, oder? Dabei hat sicher auch Ihr Unternehmen schon viele Iterationen hinter sich.

Ich las kürzlich diesen Artikel von Stefan Probst über die 5 Krisen- und Wachstumsphasen eines Unternehmens. Der Artikel war wirklich aufschlussreich und ich empfehle, ihn zu lesen, nehmen Sie sich also gern ein paar Minuten, bevor wir hier fortfahren.

Besonders ins Auge gestochen ist mir sein Fazit, dass alle Sollbruchstellen einer Unternehmensphase zwar dafür sorgen, dass diese in der nächsten Iteration ausgebessert werden, parallel aber die neue Sollbruchstelle für später setzen. Es ist dieses Verständnis, dass es niemals die vollkommen perfekte Lösung gibt, sondern immer nur die beste Lösung in diesem Moment, und dass diese Lösung in ein paar Jahren nicht unbedingt immer noch eine gute sein muss.

Eigentlich hört man nicht sonderlich gerne, dass die eigene Lösung, an der man hart gearbeitet hat, direkt ein Verfallsdatum bekommt. Aber in aktuellen Zeiten frage ich mich, ob Iteration nicht genau das Paradigma ist, dass wir viel mehr für uns einnehmen sollten. Stellen Sie sich vor, künftig seinen Verfallsdaten auf Lösungen genauso erwünscht wie auf Lebensmitteln:

  • Sie müssen nicht mehr für die Ewigkeit designen. Nur noch für den Zweck. Sie können tatsächlich, zumindest für diese Iteration, ihren Zweck erfüllen.
  • Sie haben die Erlaubnis, umzubauen. Keine falsche Scheu mehr davor, den Erfindern eines Prozesses oder Konzeptes auf die Füße zu treten. Wenn das Verfallsdatum erreicht ist, ist es Ihre Pflicht, dieses System in der nächsten Iteration -abzulösen und die Erfinder des alte Systems zu entlasten.
  • Sie haben mehr Möglichkeiten, sich zu beweisen. Keine einzelnen Prestigeprojekte mehr, damit man sich sicher sein kann, dass die eigene Leistung anerkannt wird. Stattdessen regelmäßige überblickbare Iteration-Zyklen mit definiertem Horizont.
  • Kein Verteidigen mehr gegen Umstände, die so nie vorgesehen waren. Kein Festhalten mehr an Sunken-Cost-Fallacies. Einfach die Einsicht, dass es jetzt gut ist und wir an was Neues ran müssen.

Was den Artikel so erstaunlich macht ist, dass das alles gar nicht so neu für uns ist, sondern etwas, das sich seit Jahr und Tag schon in unseren Firmen abspielt. Bisher sehen wir es als einen externen Zwang, der uns irgendwann  zu neuen Iterationen bringt. Aber steckt darin nicht auch eine riesige Chance, die wir für uns reklamieren können? Wie sehen Sie das?

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Zertifizierter KCS v6 Trainer

Nächster KCS v6 Practices Workshop in Hannover

„We are thrilled to have Kai Altenfelder join our elite group of Certified KCS Trainers. Kai not only brings rich experience as trainer and consultant he has had first hand experience with KCS in an operational environment as an early adopter of KCS at SUSE Linux / Novell. Kai recently hosted a KCS Practices v5 workshop in Stuttgart. Congratulations to our first group of KCS Practices v5 Certified people in Germany!”

Greg Oxton, Executive Director, Consortium for Service Innovation

Der Trainer war zu jeder Zeit flexibel, hilfsbereit und praxisnah. Er hat das Thema KCS sehr verständlich und nachhaltig transportiert. Ich kann sowohl den Workshop als auch den Trainer nur weiterempfehlen.

A. Lechner, Knowledge Management Methods, Continental AG

Danke Herr Altenfelder! Sie haben wirklich keine Mühe gescheut, den Online Kurs über KCS Practices so bereichernd und umfassend zu gestalten, dass man mit maximalem Gewinn heraus geht. Es wurde nie langweilig und es war jederzeit möglich, jede Frage und Unklarheit zu besprechen. Mir hat der Kurs geholfen, von dem Gefühl zur Gewissheit überzugehen, dass KCS vielen drängenden Anforderungen dieser Zeit gerecht wird. Das Wissen aus dem Kurs kann ich nun anwenden. Überall wo Wissen geteilt werden soll, macht KCS Sinn – und Spaß – und das sowohl Mitarbeitern wie auch Kunden! Ich empfehle Sie und die Methodologie gerne weiter.

J. Thebe