Jeder liebt Coaching! Coaching ist so ziemlich das Aushängeschild für den Selbst-Optimierungs-Trend geworden, der uns aktuell überall zu begleiten scheint. Wer selber keine Erfolgsgeschichte aus dem Coaching hat, kennt zumindest jemanden, der Dank Coaching etwas großartiges geschafft hat. Ob das der Marathon war oder die neue Führungsposition.  Coaching scheint ein sicherer Weg zu sein, seine Ziele zu erreichen und voranzukommen. Deshalb sollten Sie vor allem den Feind Ihres Coachings kennen, damit Ihnen auch ja keiner einen Strich durch die Rechnung macht.

Jochen Mai hat für Karrierebibel.de einmal zusammengetragen, was Coaching denn eigentlich ist, und was man damit erreichen kann. Wenn Sie da also noch Fragezeichen haben, schauen Sie dort doch einmal kurz vorbei, ich warte hier so lange.

Wenn Sie den Artikel gelesen haben, werden Sie mitbekommen haben, worauf dieser Artikel hinaus läuft. Die Person, die am wahrscheinlichsten Ihre Coaching-Erfolge torpediert, sind Sie selbst. Oder genauer gesagt: Ihr innerer Schweinehund.

Wollen ist nicht gleich wollen

Mit Sicherheit wollen Sie gute Ergebnisse. Sie wollen vorwärts kommen, Ihre Probleme lösen, Herausforderungen annehmen und meistern und stärker aus der Sache hervorgehen, als Sie es vorher waren. In der Theorie zumindest. Um den Unterschied zwischen wollen und wollen herauszustellen, bemühen wir ein nettes 4-Faktor-Modell des Erfolgs. Sie werden mit Ihrem Vorhaben erfolgreich sein, wenn Sie:

  • die nötige Willenskraft mitbringen (was würden Sie für Ihr Ziel tun? Alles?)
  • das Ziel ausreichend Attraktiv finden (ist es die Mühe wert?)
  • die Aufgabe machbar finden (ist das realistisch?)
  • und sich über die nächsten Schritte im Klaren sind (was jetzt?)

Die letzten zwei Punkte kann ein Coach unterstützen. Er kann mit Ihnen die Analyse durchführen, wie wahrscheinlich das Ziel erreichbar ist und mit ihnen die nächsten Schritte definieren. Ob Sie selbst das Ziel aber attraktiv genug finden, um sich dafür ins Zeug zu legen, und ob sie überhaupt etwas aktiv tun wollen, das ist Ihre Sache. Das kann Ihnen ein Coach leider nicht abnehmen. Aber Sie können leicht rausfinden, wie hoch Ihre Willenskraft ist. Und zwar indem Sie ihre Gedanken beobachten.

Neurologie des Lernens

Dieser kurze Abschnitt kann natürlich kein Uni-Semester abbilden, deshalb einmal vereinfacht und in aller Kürze: Lernen geht in vielen Fällen erstmal mit ver-lernen einher. Und wenn es ist, zu ver-lernen, dass wir dazu eben nichts wissen. Wenn Sie etwas lernen, bilden Sie neue Neuronale Verknüpfungen und müssen vielleicht ein paar alte auflösen. Zum Beispiel wenn Sie lernen, dass Sie sich etwas bisher völlig falsch gemerkt haben. Dabei muss sich Ihr Gehirn etwas umstrukturieren und das ist immer recht anstrengend. Ein bisschen können Sie sich das vorstellen, wie eine Straße zu bauen. Wenn Sie das erste Mal etwas hören, bildet sich ein kleiner Trampelpfad aus. Je öfter der benutzt wird, desto breiter wird er getreten und irgendwann kommt eine Straßenmeisterei und asphaltiert das Ganze. und Straßen bauen ist auch ganz schön anstrengend. Um sicherzustellen, dass der Pfad viel benutzt wird, sollten Verbindungen zu anderen Orten her, damit von dort ebenfalls die neue Straße genommen werden kann.

Oder auf das Lernen von Wissen bezogen: einen kleinen Fakt allein werden Sie schnell wieder vergessen. Sobald er aber an mehreren anderen Stellen mit unserem Wissen verknüpft wird, merken wir ihn uns leichter und besser. Deshalb suchen sich Menschen Kennzeichen mit ihren Initialen und Geburtsdaten aus und Sie wissen von niemandem ihrer Freunde den Geburtstag, außer den von Sabine weil die am selben Tag wie Ihre Großmutter Anne-Sophie Geburtstag hatte.

Coaching ist Arbeit

Wenn Sie also ein Coaching besuchen, müssen Sie sich auf eine Menge Arbeit gefasst machen, und leider keine Vorlesung darüber, wie „es richtig geht“. unseren inneren Schweinehund kennen wir vor allem vom Sport und unserem Unwillen, uns zu physischer Bewegung zu bringen. Coaching kann uns aber durchaus zurück in den Matheunterricht der 6. Klasse versetzen, in dem wir das Buch angestarrt haben und uns einfach nicht dazu bewegen konnten, etwas zu verstehen. Sie können das nicht immer verhindern, aber ein paar Tipps, zumindest das Risiko zu reduzieren, hätten wir dann doch:

  • Halsen Sie sich nicht zu viel vorher auf. Coaching ist anstrengend, versuchen Sie also, nicht schon müde anzukommen.
  • Wenn das unvermeidlich ist, trinken Sie einen großen Schluck Wasser, gönnen Sie sich einen leichten Snack und machen Sie einen 20-minütigen power-Nap.
  • Versuchen Sie, sich von der Erwartungshaltung, heute etwas bestimmtes erreichen zu müssen, zu lösen.
  • Planen Sie bewusst eine kurze Pause vor Ihrer Coaching Session ein.
  • Wenn Sie absehen können, dass Sie erschöpft und nicht leistungsfähig zum Coaching kommen werden, suchen Sie einen Ausweichtermin

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Der Trainer war zu jeder Zeit flexibel, hilfsbereit und praxisnah. Er hat das Thema KCS sehr verständlich und nachhaltig transportiert. Ich kann sowohl den Workshop als auch den Trainer nur weiterempfehlen.

A. Lechner, Knowledge Management Methods, Continental AG

Danke Herr Altenfelder! Sie haben wirklich keine Mühe gescheut, den Online Kurs über KCS Practices so bereichernd und umfassend zu gestalten, dass man mit maximalem Gewinn heraus geht. Es wurde nie langweilig und es war jederzeit möglich, jede Frage und Unklarheit zu besprechen. Mir hat der Kurs geholfen, von dem Gefühl zur Gewissheit überzugehen, dass KCS vielen drängenden Anforderungen dieser Zeit gerecht wird. Das Wissen aus dem Kurs kann ich nun anwenden. Überall wo Wissen geteilt werden soll, macht KCS Sinn – und Spaß – und das sowohl Mitarbeitern wie auch Kunden! Ich empfehle Sie und die Methodologie gerne weiter.

J. Thebe