Wissensmanagement hat oft, ähnlich wie andere New Work Themen, für viele etwas Esoterisches. Irgendwie sollen wir jetzt unser Wissen teilen, vielleicht noch in Gesprächsrunden, die in unserem Alltag Zeit fressen, die wir eh schon nicht haben. Dabei ist Wissensmanagement eigentlich eher wie Aufräumen. Lassen Sie mich das genauer erklären.

Wenn Sie Ihre Sachen managen, nennen Sie das Aufräumen. Managen klingt auch etwas hoch gestochen dafür, die Socken in die Schublade zu tun in die sie nun mal gehören. „Wissensmanagement“ klingt okay, aber „Sockenmanagement“ klingt irgendwie falsch. Aber im Endeffekt organisieren Sie Ihre Habseligkeiten so, dass Sie sie schnell benutzen können.

Wenn Sie aufräumen, tun Sie das weil:

  • Sie Ihre Sachen finden möchten
  • Sie nicht lange danach suchen wollen
  • Sie nicht wollen, dass etwas kaputt geht
  • Sie nicht wollen, dass sich etwas Unliebsames einschleicht
  • Sie einen Überblick brauchen, was Sie haben

Wenn wir so drauf schauen, sind die Unterschiede dazu, warum wir unsere Kollegen managen gar nicht so weit:

  • wir möchten wissen, wo sie sind
  • wir wollen schnell beim richtigen Kollegen landen
  • wir wollen, dass es ihnen gut geht und sie sich nicht überarbeiten
  • wir wollen, dass sie ihre Arbeit ordentlich machen und
  • wir wollen wissen, welche Kompetenzen wir haben, und ob wir eventuell noch jemanden einstellen müssen.

Wissensmanagement ist wie Corporate Housekeeping

Das Prinzip Aufräumen lässt sich also durchaus auf Management übertragen. Egal welche Ressource, Sie managen sie aus den oben genannten Gründen: Auffindbarkeit, Geschwindigkeit, Instandhaltung, Prävention und Überblick. Und wie auch bei jedem anderen Management, gilt auch beim Wissensmanagement: einmal Ordnung rein bringen kann ein großes Unterfangen sein. Wenn aber Ordnung herrscht, und diese gut durchdacht ist, dann ist es nahezu ein leichtes, sie einzuhalten. Wem das schwer fällt, der sollte sich überlegen, seine Ordnung einmal umzudenken und sie besser an sich selbst und sein Leben anzupassen (Marie Kondo lässt grüßen).

Die Nachteile von mangelndem Wissensmanagement merken Sie übrigens genau so wie bei mangelndem Aufräumen: Sie suchen ewig nach der richtigen Antwort. Irgendwelche Irrmeinungen schleichen sich ein, die Sie dann berichtigen dürfen. Sie wissen nicht mal, ob ein Problem bei Ihnen überhaupt richtig aufgehoben ist.

Sortieren Sie also Ihre Unterlagen? Wischen Sie immer mal durch? Dann sollten Sie auch Ihr Wissen effizient managen (hier ein paar Anstöße, welche Methode passen könnte). Und wenn Sie im stressigen Alltag dafür keine Zeit finden, denken Sie daran, dass Sie für das Housekeeping im Unternehmen ja auch jemanden eingestellt haben.

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Der Trainer war zu jeder Zeit flexibel, hilfsbereit und praxisnah. Er hat das Thema KCS sehr verständlich und nachhaltig transportiert. Ich kann sowohl den Workshop als auch den Trainer nur weiterempfehlen.

A. Lechner, Knowledge Management Methods, Continental AG