„Die Aufgabe können Sie vielleicht noch dazwischenschieben. Und hier wurde die Deadline verlegt. Aber dann können wir vielleicht das Meeting vorziehen. Und den Call kriegen wir auf jeden Fall heute noch hin. 19 Uhr vielleicht?“ – Wenn sich jetzt ein müdes Lächeln auf Ihrem Gesicht breit macht und Sie vielleicht ein bisschen mit den Augen Rollen geht es Ihnen wie mir. Ich bin grundsätzlich gerne flexibel und verstehe durchaus, dass nichts je zu 100% nach Plan läuft. Manchmal bedeutet flexibel arbeiten aber scheinbar, dass ich mitten im Spagat zwischen allen meinen Verpflichtungen auf Hold gesetzt werde. Und waren Sie mal auf Hold in einem Spagat? Wie lange ist das für Sie gemütlich?

Irgendwie sind wir dann nämlich doch noch in starren Arbeitsabläufen gefangen und müssen auf Rückmeldung warten. Kann ich das jetzt so lange zur Seite legen? Muss ich da dranbleiben? Kann ich eine andere Aufgabe dazwischenschieben? Lässt sich das multitasken? So flexibel lässt man uns dann doch nicht arbeiten.

Dieses Zerstückeln des Arbeitstages in flexible kleine Häppchen, die wir nach Bedarf und Wichitgkeit schieben können ist nur nervig, es ist auch einer der Hauptgründe, warum wir uns remote geführte Teams so schlecht vorstellen können. Flexible Arbeit funktioniert schnell, auf Abruf und wird selten über schriftliche Kommunikationskanäle geführt. Was also tun? Einfach akzeptieren?

So oft, wie die ständige Erreichbarkeit aktuell im Fokus steht, sollten Sie vielleicht lieber das Gesamtkonzept überdenken. Nicht nur, um trotz des EuGH-Urteils zur Arbeitszeiterfassung noch flexibel arbeiten zu können, sondern auch für das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter.

Wie können Sie beispielsweise die Arbeitsabläufe flexibilisieren?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein umfassendes und gut funktionierendes Wissensmanagement hier Gold wert ist. Überlegen Sie einmal, warum möchten Sie Mitarbeiter physisch vor Ort haben? Mit Sicherheit auch aufgrund des sozialen Aspekts, aber aus praktischen Gründen ist es das implizite Wissen Ihrer Mitarbeiter, auf das Sie nicht verzichten können. Die Möglichkeit, dass jemand die Antwort zu Ihrer Frage hat, ohne dass Sie das von dieser Person wissen, ist der Hauptgrund für Teamarbeit. Damit auch Sie selbst flexibel arbeiten können, obwohl sie von der Ressource „Wissen meine Kollegen“ abhängig sind.

Wer gutes Wissensmanagement betreibt, macht implizites Wissen explizit und auffindbar, unabhängig davon, ob der Wissensträger sich gerade daran erinnern kann oder nicht. Damit verliert auch das remote arbeiten in Teams seinen Schrecken. Stellen Sie sich vor, Sie können die Informationen, die Sie von einem Kollegen brauchen, so einfach bekommen wie einen Wikipedia-Artikel zu Ihrer Branche. Sie müssen nicht mal das ganze Büro auf der Suche nach dem richtigen Kollegen ablaufen. Sie finden direkt seinen Eintrag zu der Information und schreiben im Chat ein kurzes Dankeschön, dass sein Artikel Ihnen sehr geholfen hat.

Dafür, implizites Wissen explizit zu machen gibt es viele Methoden und dazu, wie man ein effektives Wissensmanagement anlegt noch mehr. Wer möchte, kann sich zum Beispiel unsere Workshops zu Knowledge Centered Service anschauen und sich dort mehr Inspiration suchen.

Zertifizierter KCS v6 Trainer

Nächster KCS v6 Practices Workshop in Hannover

„We are thrilled to have Kai Altenfelder join our elite group of Certified KCS Trainers. Kai not only brings rich experience as trainer and consultant he has had first hand experience with KCS in an operational environment as an early adopter of KCS at SUSE Linux / Novell. Kai recently hosted a KCS Practices v5 workshop in Stuttgart. Congratulations to our first group of KCS Practices v5 Certified people in Germany!”

Greg Oxton, Executive Director, Consortium for Service Innovation

Der Trainer war zu jeder Zeit flexibel, hilfsbereit und praxisnah. Er hat das Thema KCS sehr verständlich und nachhaltig transportiert. Ich kann sowohl den Workshop als auch den Trainer nur weiterempfehlen.

A. Lechner, Knowledge Management Methods, Continental AG