Querdenker und Quereinsteiger haben es schwer. Überall sollen sie sich mit tollen Ideen einbringen, Unternehmen nach vorne bringen revolutionieren, innovieren. Aber bitte unter größtmöglicher Sicherheit. Nur um am Ende selbst als das größte Risiko betrachtet zu werden. Eine Erörterung, warum Sicherheit und Innovation sich gegenseitig im Wege stehen.
Eins vorweg: sinnlose Risiken sind nicht das selbe wie Innovationen. Innovationen sind aber auch keine Sicherheit, auf jeden Fall ein zentraler Player zu bleiben. Innovationen sind ein Los, mit dem Sie die Chance erstehen, einen Zukunftsmarkt zu eröffnen. Eine Chance, keine Sicherheit. Die Alternative ist, zu bleiben wo man ist und den Markt so mitzunehmen, wie er ist. Man nimmt die Strömungen mit und versucht sich der Stürme zu erwehren, aber man formt nicht aktiv den Weg.
Aktuell baden vor allem die Mitarbeiter der Bottom Line Unsicherheiten aus. Hier wird als erstes gestrichen, wenn es an Einsparungen geht, hier muss im Endeffekt der Umsatz gemacht werden und die Sicherheit, die wir Mitarbeitern bieten sinkt seit Jahren beständig. Kaum jemand hat noch eine längere Kündigungsfrist als die gesetzliche, die Probezeit wird bis zum letzten Tag genutzt, Zeitarbeit ist seit Jahren eine wachsende Branche und gerade in Krisensituationen das Mittel der Wahl um das eigene Unternehmen in Sicherheit zu wägen indem man die Unsicherheit auf eine Zeitarbeitsagentur und die Zeitarbeiter selbst abwälzt.
Natürlich zieht dieser Trend sich dann auch bei „Innovationen“ durch. In Anführungszeichen, denn wirklich was Neues wagen ist ja auch wieder ein Sprung ins Ungewisse. Ist der Zwang zu diesem Sprung aber nicht längst da? Nun, dieser Artikel von Susanne Bossemeyer legt anderes nahe.
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