Gewagte These vom Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Telekom: „Die großen Business Schools sind lebendige Leichen.“ Ein harter Vorwurf für einen Ausbildungszweig, der sich vielfach gut bezahlen lässt und bis vor Kurzem noch als das sichere Ticket in eine Führungsposition galt. Dabei macht er einige bestechend ehrliche Punkte.

Die wichtigsten Kritikpunkte sträflich vereinfacht zusammengefasst: Business Schools und MBAs sind inzwischen vor allem Geldmache, die Lehren an einer veralteten Kapitalismus-Denke ausgerichtet, die uns die letzten größeren Wirtschaftskrisen beschert hat. Leadership ist eben nicht nur Ökonomie und Gewinnmaximierung, es ist auch Charakter, Compliance und ganz viel Erfahrung im Umgang mit Menschen. In den Vorlesungssälen der MBA lässt sich das allerdings herzlich vermissen.

Ein ziemlich vernichtendes Urteil. Und man  muss zugeben, weder ist der MBA überdurchschnittlich verbreitet, noch sind die großen Business Schools mit sich selbst zufrieden. Viele versuchen, Compliance und Ethik einen größeren Stellenwert zu geben, wie sich das mit den zentralen ökonomische Lehren vereinbaren lässt, ist vielen auch noch ein Rätsel.

MBA im Lebenslauf

Und trotzdem scheint der MBA zumindest im Recruiting ein gewisses je-ne-sais-quoi zu haben. Vielleicht weil es bedeutet, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, sich neben seinem eigentlichen Fach noch wirtschaftliche Inhalte anzueignen? Sind es die klangvollen Namen, die das Gefühl vermitteln, hier hat jemand große Leistung bewiesen? Sind es vielleicht wirklich durchweg gute Erfahrungen mit den Absolventen?

Während es mit Sicherheit genug Fälle gibt, in denen die MBA Absolventen wirklich durch Leistung und Themenübergriffe geglänzt haben, scheint es doch eher um ein Gefühl zu gehen. Die falsche Sicherheit, dass hier mehr hinter steckt, als hinter einem Absolventen ohne den zusätzlichen MBA. Gerade in Beratungshäusern kann es ihnen passieren, dass sie über bestimmte Qualifikationen hören: „Die ist nicht zwingend notwendig, man kann das auch anders lernen, aber unsere Kunden erwarten es eben.“

Der MBA ist dann, wie eine illustre Liste anderer Abschlüsse, eher eine Rechtfertigung für das Prestige und den Preis. Und am Ende müssen wir uns dabei selbst an die Nase fassen, denn noch viel zu oft sagen wir selbst, wir nehmen lieber das Geld für die zusätzliche Qualifikation in die Hand, als uns mit einem potenziell schlechter ausgebildeten Dienstleister „abzufinden“. Ob wir uns damit immer einen Gefallen tun, muss jeder für sich entscheiden.

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J. Thebe